10 Fragen zum Thema “Unternehmensberatung”

Berater haben – wie ich finde ganz zu unrecht – noch immer einen zweifelhaften Ruf bei vielen Unternehmern. Zu jung, zu unerfahren, zu egozentrisch, zu theoretisch und inkompatibel. Oft sind es Vorurteile, die Unternehmer daran hindern, das Gespräch mit Beratern zu suchen.

Es wäre toll, wenn die nachfolgenden 10 Antworten dazu beitrügen, diese zu überwinden. Continue reading

Proaktiv fokussieren ?!

Ich nehme es gleich vorweg. Auch wir sind nicht ganz frei vom oft unverständlichen “Beraterdeutsch”. Der Verzicht auf Anglizismen gelingt uns schon ganz gut, sind doch unsere Kunden überwiegend mittelständische Produktions- oder Handelsunternehmen und kommunale Betriebe. Aber, auch wenn wir schon viele Jahre von uns behaupten, anders als die “big five”, auf Augenhöhe mit unseren Auftraggebern und den Menschen im Unternehmen zu sprechen, kommt es schon mal vor, dass wir “den Kunden abholen” wollen. Gelegentlich “monitoren” wir Prozesse und Geschäftsentwicklungen und auch “Worst-/Best-Cases” haben wir schon in “Businessforcasts” simuliert. Es ist ja auch so schön einfach. Continue reading

20 % auf Alles….

Die Verlockung ist groß. Ein umkämpfter Markt, hohe Preistransparenz, wählerische und preissensible Kunden. Die Balance zwischen ständigem Warendruck und dem Bestandsmanagement fällt schwer. Gut, wenn die Lieferanten einen wesentlichen Teil des Obligos tragen. Gut, wenn Valutierungen die Bezahlung nach dem Abverkauf erlauben.

Die Kaufkraft auf sich ziehen, gar abschöpfen und dann rechtzeitig die Preise nachziehen. Ob Telekommunikation, Energiewirtschaft oder Heimwerkerbedarf. Regelmäßig erliegen Unternehmen der Versuchung, mit der Preispolitik die Quadratur des Kreises meistern zu wollen. Mengeneffekte ohne Markenschaden, Kundenbindung ohne Identifikationspunkt. Continue reading

Was ist gute Beratung?

Auch nach 20 Jahren als Unternehmensberater fällt die Antwort auch auf diese Frage differenziert aus.

“Wenn der Kunde zufrieden ist!”. Ganz im Sinne des Dienstleistungsverständnisses? Was, wenn der Berater es wirklich besser weiß; der Kunde eigentlich viel mehr tun müsste, als zunächst gewollt? Eine Richtungsänderung? Das Verlassen eingeschlagener Pfade, gar die Suche nach neuen Zielen? Reicht es da, eine Dienstleistung auf der Grundlage eines vereinbarten Rahmens abzuliefern? Muss ein Berater intervenieren, sein Mandat riskieren, wenn er realisiert, dass der Sprung zu kurz angesetzt ist?

“Wenn das Ergebnis die zugesagten Eigenschaften besitzt!” Was, wenn das Ergebnis stimmt, aber der Kunde erkennt, dass ihm das nicht gefällt? Continue reading

Kostenrechnung 3.0 – Alter Wein in neuen Schläuchen?

Seit Mitte der 80er die gute alte Kostenrechnung durch das Controlling ersetzt bzw. ergänzt wurde, wissen alle: “Ohne substanzielle Informationen geht es nicht”. Keine Investitionsentscheidung, keine präzise Erfolgsmessung, keine Bewertung ist ohne die Basics wie Kostenträger-, arten-, oder -stellenrechnung, dem BAB und der GuV möglich. Und auch wenn Sie nur einen Teil der Informationen liefern, die heute für komplexe und nachhaltige Entscheidungen erforderlich sind, sind sie doch der Ausgangspunkt zur Ermittlung von Effizienz und Effektivität, von Rentabilität und Risiko. Continue reading

Zeugnisse

Sommerferien sind Zeugniszeit

es ist die Zeit der Zeugnisse, überall kommen die Schülerinnen und Schüler in diesen Tagen mit guten oder auch mit weniger guten Zahlen aus der Schule nach Hause, und dann sind sie da, die Sommerferien. In den meisten Unternehmen ist es ähnlich, die Halbjahreszeugnisse stehen an. Der Blick auf das laufende Geschäftsjahr basiert nun schon zu 50% auf harten Ist-Zahlen.
Alles gut gelaufen? Die Zahlen werden mit Spannung erwartet und mit Sorge betrachtet. Falls diese Sorge sich bestätigt, wird es Zeit, den Kurs zu korrigieren und gegenzusteuern. Was in den kommenden zwei Monaten nicht auf den Weg gebracht ist, wird kaum noch bis zum Jahresende wirksame Korrekturen ermöglichen. Für eine Sommerpause bleibt also nicht viel Zeit. Denn seien wir einmal realistisch: Bis der Monatsabschluss auf dem Tisch liegt ist es Mitte Juli und bis die richtigen Schlüsse gezogen und Maßnahmen beschlossen sind, bald schon August. Also bleiben noch gut vier Monate, denn was bis 20. Dezember nicht realisiert ist, verschiebt sich ins kommende Jahr. Der Vertrieb muss jetzt die neuen Vorgaben bekommen und Kostenmaßnahmen sind ein sofortiges Muss, sollen sie 2013 noch wirken.
Es ist also hohe Zeit für Buchhaltung und Controlling, entscheidungsrelevante Daten zu liefern. Das Stichwort “Fast Close” ist jedoch noch immer in vielen Unternehmen keine Selbstverständlichkeit. Dabei geht doch viel mehr, als man denkt. So befindet sich in meinem Bekanntenkreis der Geschäftsführer einer mittelständischen, ausländischen Konzerntochter. Er muss (!) seine Monatszahlen jeweils am 1. Tag des Folgemonats an den Konzern liefern. Auch das ist möglich.

Viel Erfolg im zweiten Halbjahr wünscht Ihnen

Ihr Martin Grimpe

Strategie

Wer, wenn nicht Niccoló Machiavelli, der Berater der Fürsten und Kriegsherr von Florenz, ist berufen, das Wesen einer Strategie zu beschreiben.

War sie zu seinen Lebzeiten im frühen 16ten Jahrhundert als Instrument der Kriegsführung (“stratos“ (=Heer), „agein“ (=führen)) der Schlüssel zur florentinischen Staatspolitik, ist sie heute bezogen auf die Wirtschaft der Schlüssel zu langfristigem und dauerhaftem Erfolg.

Von diesem wiederum behauptet er, “dass nur der ihn habe, der sein Verhalten ständig ändert”. Continue reading

Restrukturierung

“Hinterher muss es besser sein als vorher!” Nach diesem Grundprinzip gehen wir auch bei Restrukturierungsprojekten vor. In den allermeisten Fällen gibt es für das Unternehmen klare Perspektiven. Man muss sie nur erkennen können. Doch davor steht meist ein steiniger Weg. Ursachenforschung und Bewertung von Veränderungsmöglichkeiten. Und die Antwort auf die Frage, wie der Turnaround finanziert werden soll. Hier ist der nüchterne, distanzierte Blick erforderlich, wie ihn die Experten des IDW in der überarbeiteten Richtlinie S 6 für die Erstellung von Sanierungsgutachten vorgeben.

Wie wir das machen? In 4 Schritten: Los geht es mit einer sorgsamen Angebotsrecherche, zu der immer die Abstimmung mit allen Beteiligten gehört. Dann erstellen wir das Gutachten. Sind alle überzeugt, geht die Arbeit erst richtig los, wir setzen auf Veränderung und begleiten das Unternehmen “bis zum guten Ende”. Der vierte Schritt ist nicht zu unterschätzen, Restrukturierungen benötigen ein enges Monitoring und funktionierende Controlling-Mechanismen.

Möchten Sie mehr wissen? Wir haben unsere Sicht auf die Krise ausführlich im Relaunch unserer Website erläutert. Viel Spass beim Klicken wünscht

Ihr Martin Grimpe

Ist das Glas nun halb leer oder halb voll?

Gut beschreiben lässt sich die zentrale Fähigkeit von Unternehmensberatern mit einem kleine Witz, den ich unlängst gehört habe:

Treffen sich ein Pessimist und ein Optimist in der Führungsetage. Sie streiten über die Zukunft des Unternehmens. “Das Glas ist halb leer!” sagt der Pessimist. “Wir müssen sparen!”. “Nein,nein,” sagt der Optimist “das Glas ist halb voll! Wir müssen investieren!” Sie können sich nicht einigen und fragen einen Berater. Nur kurz überlegt er: “Noch kann ich Ihnen nicht genau sagen, ob Sie investieren oder sparen müssen. Nur eines weiß ich bereits jetzt ganz sicher. Das Glas ist zu groß!”

Was ist Ursache, was Wirkung? Und welche Lösungen ergeben sich daraus?

Berater können helfen den Blick auf die wesentlichen Fragen zu richten.

Mit unserem Slogen “Wir sehen mehr” heben wir hervor, dass es hilft, einen anderen Blick auf die Dinge zu werfen, die Perspektive zu wechseln, sich neben sich zu stellen. Einer Situation gerecht zu werden, schafft notwendige Freiräume, um Richtungen zu erkennen.

Götz Walter

BDE in den Medien

Gibt es einen USP von Strom? Mit dieser Frage haben wir uns sehr praktisch im Kontext einiger Projekte der vergangenen Monate beschäftigt und Konzepte entwickelt, jenseits von Preisdifferenzierungen und grünen Stromprodukten konkrete Schritte zu mehr Kundenbindung zu unternehmen.

Unter der Überschrift “Jenseits des Preises begeistern” hat die Zeitschrift “Energiespektrum” unsere aktuelle Pressmitteilung aufgegriffen und unsere Erfahrungen zum Thema veröffentlicht:

“Kundenbindung: Die Bereitschaft, den Stromanbieter zu wechseln, nimmt jährlich zu. Regionale Versorger müssen handeln, gerade weil ihnen der Preiswettbewerb keine Zukunft bietet. Gibt es Konzepte, mit denen sich ein einzigartiger Nutzen und eine individuelle Qualität erzeugen lassen, mit der sich der Anbieter einer reinen Commodity-Leistung erfolgreich gegenüber Wettbewerbern differenzieren kann? (Quelle: ES 4/2013)”

Lesen Sie mehr auf unserer Website in den Presseveröffentlichungen (http://www.bde-consulting.de/pdf/PM_BDE_Stadtwerke.pdf).

Ihr Martin Grimpe